Willkommen beim NABU Vogelsberg

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Kreisverband Vogelsberg e.V. möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.


Ihr wollt unsere Arbeitsgemeinschaften, Projekte, Aktionen und Exkursionen kennenlernen?

Bei drei Projekten werden wir uns in den kommenden Jahren immer wieder einbringen. Hier könnt ihr mehr über die Projekte Vogelsbergteiche, Wiesenbrüter Crainfeld und das Naturschutzgroßprojekt Vogelsberg erfahren.

 

Die Arbeitsgemeinschaften bestehen zur Zeit nur aus einzelnen Personen. Wir hoffen, dass wir diese in Zukunft auf eine breitere Grundlage stellen können. Näheres könnt ihr unter AG AvifaunaAG Fledermaus, AG Botanik, AG Biber und AG Boden, Naturkreislauf und Landnutzung erfahren.

 

Wir freuen uns über Menschen, die den bei und mit uns lebenden Tieren helfen, indem sie ihre Wohnstätten an und in ihren Häusern dulden. Da dies manchmal mit aus unseren Augen Verunreinigungen verbunden ist, wird das von vielen Einwohnern nicht mehr als selbstverständlich hingenommen. Wir bedanken uns bei diesen Einwohnern des Vogelsbergkreises, indem wir sie auszeichnen. Näheres könnt ihr hierzu auf unseren Seiten Schwalbenfreundliches Haus, Fledermausfreundliches Haus und Aktion Lebensraum Kirchturm erfahren.

21- jähriges Jubliläum des Vogelsberggartens in Ulrichstein am 03.07.2022

Am 03.07.2022 werden wir das 21- jährige Jubiläum unseres Vogelsberggartens in Ulrichstein begehen. Wir haben, gemeinsam mit dem Museum im Vorwerk, ein buntes Programm bestehend aus 
-Führung durch den Garten, 
-Informationen an den Themenbeeten zu seltenen und geschützten Pflanzen, wie z.B. Sedum villosum, 
-Informationsständen des Geopark Vulkanregion Vogelsberg und des Naturschutzgroßprojekts, 
- einem Kinderprogramm, in dass auch die Grundschule Ulrichstein involviert ist, 
- einer Ausstellung im Museum zu der Vergangenheit, dem jetzigen Stand und der geplanten Zukunft des Gartens, unser Projekt Pflanzenarche Vogelsberg, 
- sowie dem Basteln mit Naturmaterialien im Museum und 
- einer Führung zu der Geschichte Ulrichsteins im Museum
aufgestellt. 
Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt sein: die Landfrauen bieten Selbstgebackenes im Museum an.
Dem Flyer können Sie weitere Informationen entnehmen:

 

Download
VB Garten Flyer DIN A5_1(1).pdf
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Windkraftanlagen Eckmannshain genehmigt: Tötung von Milanen durch Windkraftanlagen im Vogelschutzgebiet Vogelsberg wird in Kauf genommen.                                                                       Der NABU-Kreisverband Vogelsbergkreis kritisiert die Entscheidung.

 

Flügger Jungvogel kreist zwischen den WEA Ober-Ohmen, Foto: Olaf Kühnapfel

 

 

Das Vogelschutzgebiet (VSG) Vogelsberg ist mit über 60.000 ha das größte hessische Natura 2000 -Gebiet und weist zudem die höchste Dichte an Windenergieanlagen in Hessen auf. Ausgewiesen wurde das VSG vor allem wegen der starken Populationen von Rotmilan und Schwarzstorch. Die Rotmilane erreichen hier Dichten von über 12 Paaren pro 100 qkm und damit eine der höchsten Dichten in ganz Deutschland. Windkraftsensible Arten sollen in diesem VSG in ihrem Bestand explizit erhalten werden bzw. anwachsen, um Populationen außerhalb des VSG zu stützen.

 

Das Umfeld der Windkraftanlagen (WKA) bietet Saumbiotope an den Zufahrtswegen, kurzrasige Flächen um den Turmfuß und häufig noch Mähwiesen in der Nachbarschaft, so dass von diesen Flächen eine attraktive Wirkung für den Milan ausgeht. Bei der Nahrungssuche nutzen die Vögel auch die Thermik und kommen so immer wieder in die Nähe der drehenden Rotoren und dabei auch zu Tode. Im Raum Ulrichstein konnten so bisher 23 Rotmilane bei zufälligen Begehungen tot gefunden werden (Dürr, T. 2020 schriftlich). Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Die Rotorspitzen erreichen auch bei recht leichtem Wind schon Geschwindigkeiten von weit über 100 Km/h, denen die Vögel dann nicht mehr ausweichen können.

 

2015 wurde das „integrative Gesamtkonzept“ zur weiteren Entwicklung der Windkraft unter Berücksichtigung der Schutzziele für das Vogelschutzgebiet erstellt. Beteiligt waren das RP Gießen, Umwelt – und Wirtschaftsministerium, Windkraftbetreiber, Kommunen, Planungsbüros und Naturschutzverbände – auch der NABU. Darin wurden auch die noch möglichen WKA-Standorte im Vogelschutzgebiet festgelegt.

 

Neben naturschutzfachlichen Gründen spielten vor allem auch die Windhöffigkeit und Wünsche von Kommunen und Betreibern eine entscheidende Rolle. So wurden letztlich Gebiete in die Planung aufgenommen, die aus Gesichtspunkten des Naturschutzes eigentlich nicht zu rechtfertigen waren. So z.B. die Alte Höhe bei Feldkrücken, der Eckmannshain, die Thorkuppe bei Allmenrod. Zugesichert wurde aber eine Einzelfallbetrachtung und keine Inanspruchnahme von Brutstandorten. Gegen eben diese Prämisse verstößt nach Ansicht des NABU VB die Genehmigung der Anlagen Eckmannshain. Nachweislich und gutachterlich belegt befinden sich drei Anlagen näher als 1000 m an einem Horststandort des Rotmilans und näher als 1500 m an einem weiteren Rotmilanhorst. Die Anlagen erhöhen damit das Tötungsrisiko signifikant, was auch von der Oberen Naturschutzbehörde im Sinne von § 44 BNatSchG bestätigt wird. Die Anlagen wurden dennoch genehmigt. Als Ausnahmegründe für den Verstoß gegen das Tötungsverbot wurden entsprechend § 45 BNatSchG das „Interesse der öffentlichen Sicherheit“, „maßgebliche günstige Auswirkungen für die Umwelt“ und „andere zwingende Gründe des öffentlichen Interesses einschließlich solcher sozialer oder wirtschaftlicher Art“ angeführt.

 

Foto: Olaf Kühnapfel
Foto: Olaf Kühnapfel

 

Um das Tötungsrisiko zu begrenzen ist vorgesehen, die Anlagen tagsüber vom 01.03. bis 31.08. bei Windgeschwindigkeiten von </= 4,8m/sec abzuschalten. Diese artenschutzrechtlichen Maßnahmen, die in abgewandelter Form auch für Fledermäuse geplant sind, begrüßt der NABU. Das verbleibende erhöhte Tötungsrisiko durch einen weiteren Zubau von WKA im VSG, einem nachgewiesenen Populations-hotspot des Rotmilans, dessen Risiko von WKA zu Tode zu kommen als sehr hoch eingestuft wird, begrüßt der NABU nicht.

 

Der NABU Vogelsberg bekennt sich ausdrücklich zum naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien und auch zur Nutzung der Windenergie, um das 1,5 Grad Ziel erreichen zu können.  Dies kann aber nicht bedeuten, dass selbst in einem Vogelschutzgebiet der Artenschutz hintenangestellt wird. Aus diesem Grund beteiligt sich der NABU VB an der Klage gegen die WKA Eckmannshain.

 

 

 

07.02.2022

 

 

 


AG Biber des NABU Vogelsbergkreis beobachtet, erfasst und informiert

Es gibt immer mehr Zuwachs

 

Es gibt sie noch nicht lange, aber sie hatte gleich viel zu tun: Die Arbeitsgemeinschaft "Biber" beim NABU Kreisverband Vogelsbergkreis, zu der aktuell Martin Krauß (Lauterbach), Edgar Schramm (Grebenhain) und Thomas Steinke (Schwalmtal) gehören. Diese Arbeitsgemeinschaft, die sich privat und in Fortbildungen der Naturschutzakademie Hessen auf ihre Aufgaben vorbereitet hat, möchte dazu beitragen, mehr über den Biber und seine Ausbreitung im Vogelsberg zu erfahren und zu vermitteln.
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Fledermäuse in die Lauterbacher Musikschule!

Spende für einen Flugraum

Einen Raum für Flattersport und Fledermauskultur plant die Lauterbacher Musikschule in ihrem geräumigen Dachgeschoss. Zum Ausbau des Raumes fehlen noch 3000 Euro 

 Spendenkonto: NABU KV Vogelsbergkreis,  IBAN: DE41513900000096234201, Verwendungszweck: "Flugraum"

 

Infos zur AG Fledermaus und zu dieser Aktion finden sie hier


NABU-Kreisverband Vogelsberg                                stellt sich neu auf

Mit neuen Kräften zu alten und neuen Zielen

Neuer Vorstand des NABU-Kreisverbands Vogelsberg (von links): Burkhard Horst, Christine Albers, Annette König, Edgar Schramm, Tilman Oeppert, Karl-Heinz Zobich, Thomas Steinke, Olaf Kühnapfel. Es fehlen Richard Golle und Axel Rockel
Neuer Vorstand des NABU-Kreisverbands Vogelsberg (von links): Burkhard Horst, Christine Albers, Annette König, Edgar Schramm, Tilman Oeppert, Karl-Heinz Zobich, Thomas Steinke, Olaf Kühnapfel. Es fehlen Richard Golle und Axel Rockel

Wie bei allen Vereinen, so hatte auch für den Kreisverband des NABU Vogelsberg „Corona“ eine fristgerechte Jahreshauptversammlung für 2019 verhindert. Diese wurde jetzt am Sonntag, 19.09.2021 im Landgasthaus „Groh“ in Ulrichstein nachgeholt, zusammen mit der Jahreshauptversammlung für 2020. Neben den üblichen Vereinsformalitäten wurde eine neue Satzung verabschiedet und ein neuer Vorstand gewählt.

Mehr zur JHV 2021 erfahren sie hier.