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 | | Der Vogelsberg - ein Naturraum stellt sich vor.
Willkommen auf der Homepage des Kreisverbands Vogelsberg
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| | Gärtnern für Mensch und Natur NABU Tipps für mehr Natur im Garten In vielen Gärten finden die meisten heimischen Tierarten weder Nahrung noch Unterschlupf. Fremdländische Gehölze wie Forsythie, Lebensbaum oder Rhododendron sind völlig wertlos für sie. So bieten beispielsweise Rhododendren keiner einzigen heimischen Vogelart Nahrung. Die Früchte der bei uns doch sehr weit verbreiteten Eberesche stehen auf dem Speiseplan von 63 Vogelarten! Auch Rückzugs- oder Überwinterungsmöglichkeiten wie Steinmauern, in denen Eidechsen leben oder Reisighaufen, die Igel als Unterschlupf benötigen sind leider aus den meisten Gärten verschwunden! Grundsätzlich gilt: Je vielfältiger artenreicher ein Garten angelegt ist desto besser!
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Der Eisvogel
Vogel des Jahres 2009

Der Eisvogel eignet sich hervorragend als Indikator für gesunde
Gewässer. In stark industrialisierten, dicht bevölkerten Regionen ist er
mittlerweile eine ausgesprochene Seltenheit.
Name
Ob der Name des Eisvogels (Alcedo atthis) tatsächlich mit Eis zu tun hat
oder das eisblaue Rückengefieder Pate stand, ist strittig. Manche
Deutungen leiten den Namen vom althochdeutschen „eisan“ für „schillern“
oder „glänzen“ ab. Der „Schillervogel“ wäre eine gute Beschreibung für
das flirrende Farbenspiel, das der Eisvogel im Sitzen und erst recht im
Flug bietet. Wieder andere Autoren interpretieren den „Eisvogel“ als
„Eisenvogel“ und vermuten einen Bezug auf das stahlblaue Rücken- oder
das rostfarbene Bauchgefieder des Eisvogels.
Aussehen
Sein prächtiges Federkleid macht den etwa spatzengroßen Eisvogel
unverwechselbar. Keine andere am Wasser lebende Vogelart entfaltet eine
solche Farbensymphonie aus Blau-, Blaugrün- und Türkistönen im Rücken-
und Kopfgefieder, die eindrucksvoll zum rostroten Bauchgefieder
kontrastieren. Die Geschlechter sind an der Schnabelfärbung zu
unterscheiden: Nur beim Weibchen ist die Basis des sonst ganz schwarzen
Unterschnabels deutlich orange gefärbt.
Stimme
Seinen Kontaktruf, ein hohes, durchdringendes „tjiih“, lässt der
Eisvogel während seines rasanten Flugs erschallen oder während er auf
Beute lauert. Meist verrät uns erst der Ruf seine Anwesenheit, denn
trotz seines bunten Gefieders ist der Eisvogel über dem Wasser oder im
Uferbewuchs bestens getarnt.

Nahrung
Der Eisvogel stillt seinen Hunger täglich mit 15 bis 30 Gramm Nahrung,
die überwiegend aus Kleinfischen von vier bis sieben Zentimetern Größe
besteht. Im Sommer gehören auch Insekten (maximal etwa 20 Prozent der
Nahrung) und seltener kleine Frösche oder Kaulquappen zum
Nahrungsspektrum.
Brutbiologie
Der Eisvogel brütet ab Ende März oder Anfang April in meist selbst
gegrabenen Brutröhren in steilen Lehm- oder Sandwänden an
Uferböschungen, aber auch immer wieder fernab der Nahrungsgewässer. Nach
einer Brutzeit von 21 Tagen schlüpfen sechs bis sieben, ausnahmsweise
bis zu neun Junge, die nach 23 bis 27 Tagen Nestlingszeit ausfliegen.
Zweitbruten sind die Regel, Drittbruten möglich.
Lebensraum und Verbreitung
Den Eisvogel kann man ganzjährig an stehenden oder ruhig fließenden,
klaren Gewässern in fast ganz Europa und großen Teilen Asiens
beobachten. Lediglich im äußersten Norden Großbritanniens fehlt er, und
in Skandinavien ist er nur in Dänemark und im südlichen Schweden
anzutreffen. Neben dem Nahrungsangebot bestimmen vor allem das Angebot
an Brutwänden und Ansitzwarten für die Jagd das Vorkommen des Eisvogels.
Wanderungen
In Deutschland ist der Eisvogel Standvogel oder Teilzieher. Vor allem
die Männchen harren auch im Winter bei uns aus oder verlassen allenfalls
kurzfristig ihre Reviere bei Vereisung der Nahrungsgewässer. Spätestens
im Februar haben sie diese aber wieder besetzt. Ziehende Individuen sind
in der Regel Weibchen oder Jungvögel. Letztere führen auch im Sommer und
Herbst nach der Vertreibung aus dem elterlichen Revier ausgedehnte
Wanderungen durch.
Bestand und Siedlungsdichte
Die Bestände des Eisvogels gingen im 19. und bis zur Mitte des 20.
Jahrhunderts durch Lebensraumverlust europaweit deutlich zurück und
haben sich erst ab den 1970er Jahren auf niedrigem Niveau stabilisiert,
nachdem Verbesserungen im Gewässerschutz, Renaturierungen,
Verbesserungen der Wasserqualität und auch gezielte Schutzmaßnahmen wie
die Errichtung von Eisvogel-Brutwänden ihre Wirkung entfaltet haben.
Wegen der Territorialität des Eisvogels, der sein Revier auch außerhalb
der Brutzeit strikt gegen Artgenossen verteidigt, erreicht er nur
geringe Siedlungsdichten (mittlere Nestentfernung im optimalen
Lebensraum meist bis zu einem Kilometer, entlang größerer, dann auch oft
beeinträchtigter Gewässer meist vier bis fünf Kilometer oder mehr). Der
Bestand in Deutschland wird derzeit auf etwa 5.600 bis 8.000 Brutpaare
geschätzt. In manchen Jahren kommt es in strengen Wintern zu hohen
Verlusten, die aber binnen weniger Jahre wieder aufgeholt werden können.
So war zum Beispiel im kalten Winter 1962/1963 der Bestand des Eisvogels
nahezu erloschen.
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